Eintrittspreise

Erwachsene 5,50 €
ermässigt 3,00 €
Gruppen 4,50 € pro Person (ab 10 Personen)


Öffentliche Führungen
öffentliche Führungen jeden Sonn- und Feiertag um 15 Uhr
von April bis Oktober zusätzlich um 11 Uhr
Preis pro Person 7,50 € ermäßigt 4,00 €
(Eintritt inkl. Führung)

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vineum bodensee

Vorburggasse 11
88709 Meersburg
Tel: +49(0)7532 440 -260 / -2632
E-Mail: Link zur Mailadresse
seewein vineum bodensee

Seeweinbuch vineum bodensee

Die Publikation zum Museum: Unter dem Titel „Seewein“ haben Thomas Knubben, Christine Krämer und Andreas Schmauder die wissenschaftliche Grundlagenarbeit, auf der die Konzeption der ständigen Ausstellung des VINEUMs Bodensee basiert, in einem sehr informativen und kurzweiligen Band herausgebracht.

 

Der Weinbau spielt am Bodensee seit mehr als tausend Jahren eine entscheidende Rolle in der Nutzbarmachung und Pflege der Natur, in der Entwicklung der Wirtschafts- und Herrschaftsstrukturen, in der Lebensmittelversorgung, im kulturellen Leben und im Alltag schlechthin. In der Geschichte des Seeweins spiegeln sich bis heute der Reiz, die Vitalität und das Potenzial einer faszinierenden Landschaft. Die zahlreichen Beiträge der Publikation nehmen den Leser mit auf eine Zeitreise, die auf der Reichenau und in St. Gallen beginnt und bei den heutigen Winzern endet. Sie ermöglichen erstmals ein länderübergreifendes Eintauchen in die jahrhundertealte Weinkultur am Bodensee.

 

Von den Klöstern Reichenau und St. Gallen im 9. Jahrhundert sehr gefördert und im Zuge der wirtschaftlichen und politischen Durchdringung des Voralpenraums immer weiter ausgebaut,

wurde der Weinbau im Hoch- und Spätmittelalter neben Getreideanbau und Textilwirtschaft und dem dadurch begründeten regionalen und überregionalen Handel zu einer tragenden Säule der zivilisatorischen Entwicklung in der ganzen Region. Der Begriff Seewein bringt diese Gegebenheiten auf den Punkt. Er signalisiert die besondere Bedeutung des Bodensees für die Entwicklung des regionalen Weinbaus.

 

Die Lektüre von „Seewein“ eröffnet überraschende und neue Sichtweisen auf das Kulturgut Wein am Bodensee. Autor Manfred Rösch zeigt beispielsweise – entgegen der bisherigen Forschungsmeinung – anhand von Pollenanalysen auf, dass die Einführung des Weinbaus am Bodensee im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr., also in der Spätphase der römischen Kaiserzeit, sehr wahrscheinlich ist. Christine Krämer stellt äußerst anschaulich dar, wie der See im Laufe des Mittelalters zur Drehscheibe eines regionalen Wirtschaftskreislaufes wurde, dessen Struktur sich bis heute in den Anrainerländern ablesen lässt. Thomas Knubben beschreibt, wie dem Wein im Laufe des 19. Jahrhunderts eine neue Bedeutung zuwächst. Er wandelte sich vom elementaren Lebensmittel zu einem immer differenzierter dargebotenen und wahrgenommenen Genussmittel. Mittlerweile erfüllt Wein alle Kriterien eines Lifestyle-Produktes: er ist angesagt und hip, kreativ und kommunikativ, eigenständig und extravagant, international verfügbar und doch exklusiv und manchmal auch etwas schräg. So führt der Beitrag des Design-Experten Uli Braun in diese aufregende Welt von „Wein und Design“.

 

In 21 informativen und kurzweiligen Artikeln skizzieren die 11 Autorinnen und Autoren die spannende und abwechslungsreiche Welt des “Seeweins“ und liefern damit die perfekte Ergänzung zum Besuch im VINEUM Bodensee.

Der Weinbau spielt am Bodensee seit mehr als

 

Thomas Knubben / Christine Krämer / Andreas Schmauder (Hg.)

Seewein

Weinkultur am Bodensee

Format 16,5 x 24 cm, 296 Seiten

mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Hardcover

Thorbecke Verlag

€ 19,99 [D] / € 20,60 [A]

ISBN 978-3-7995-1153-7

 

 

Die Herausgeber:

Thomas Knubben lebt in Ravensburg und lehrt als Professor für Kulturwissenschaft und Kulturmanagement an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Von ihm sind u. a. „Hölderlin. Eine Winterreise" und als Begleitbuch zur großen Meersburger Sonderausstellung von 2015 „Mesmer oder die Erkundung der dunklen Seite des Mondes“ im Verlag Klöpfer & Meyer erschienen.

 

Christine Krämer lebt in Stuttgart. Sie studierte als Weinfachfrau und Historikerin Weinwirtschaft in Frankreich, Landesgeschichte und italienische Sprachwissenschaft in Tübingen und promovierte über die Herkunft der Rebsorten in Württemberg. Sie ist Jurorin bei Verkostungen und Weinwettbewerben und veröffentlichte Artikel zu weinfachlichen Themen, zur Weingeschichte und Weinkultur.

 

Andreas Schmauder lebt in Ravensburg. Er ist Leiter des Stadtarchivs und Direktor des Museums Humpis-Quartier; außerdem hat er einen Lehrauftrag an der Fakultät für Philosophie und Geschichte der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.